Archiv: Ausstellungen und Veranstaltungen 2016 - 2014

27.10. - 30.10.2016

 

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KUNST- UND FILMBIENNALE WORPSWEDE 2016

Unter dem Motto „Transformers“ hatte die Kunst-und Filmbiennale Worpswede 2016 in der Zeit vom 27. bis 30. Oktober zum Austausch mit Künstlern und Kulturschaffenden aus der Ukraine und Worpswede eingeladen.

 

Bildende Kunst, Film, Literatur und Begegnungen mit internationalen Künstlern – das und mehr machte die diesjährige Biennale zu einem großen Publikumsfestival. Die eigens für Worpswede kuratierte Ausstellung „Transformers“ und facettenreiche Rahmenveranstaltungen boten Akteuren wie Kunst- und Kulturinteressierten Gelegenheit, sich über die Ukraine als künstlerischer und politischer Brennpunkt auszutauschen.

 

Kateryna Ray, Kunstwissenschaftlerin aus der Ukraine, hatte die Werke ihres Heimatlandes aus den Jahren 1990 bis 2016 für diese Biennale zusammengestellt. „Kunst macht das wahre Gesicht eines Landes sichtbar. Kunst zeigt besser als Worte, was seit der Perestroika passiert ist“, so Ray zu ihrem Ansatz als Kuratorin der Ausstellung. Ray rückte vor allem zeitgenössische ukrainische Künstler wie Oleg Tistol und Oleksii Zolotariov in den Fokus.

 

Doch das Programm bot nicht nur die Möglichkeit, Künstler aus dem diesjährigen Gastland der Biennale kennen zu lernen - 7 Künstler aus der Ukraine haben Worpswede persönlich besuchen. Ihnen gegenüber präsentierten sich zehn Vertreter der zeitgenössischen Worpsweder Kunstszene: Klaus Benhof, Karin Bison-Unger, David Didebulidze, Uwe Häßler, Barbara Heine-Vollberg, Franziska Hofman, Erhard Kalina, Marina Krasnitskaya, Peter-Jörg Splettstößer und Ingrid Steckelberg. Künstler aus dem traditionsreichen Worpswede trafen auf Kulturschaffende aus der Ukraine – also auf Menschen, die erst seit Dezember 1991 mit der Unabhängigkeit von Russland eine eigene künstlerische Transformation der Geschehnisse in ihrem Land und damit auch die Wandlung ihrer Heimat selbst vorantreiben können.

 

Somit war diese Biennale vor allem ein spannender Ort der Begegnung und des Austauschs – zwischen den Künstlern, aber auch zwischen Künstlern und Publikum – und somit selbst ein Ort der Transformation.

 

Die Arbeiten der ukrainischen Künstler werden über die Biennale hinaus im Museum am Modersohn-Haus und in der Galerie ART99 bis 02. Dezember 2016 zu sehen sein. Der Titel TRANSFORMERS II ist Programm und Karin Bison-Unger, Barbara Heine-Vollberg, Erhard Kalina, Marina Krasnitskaya sowie Ingrid Steckelberg stellen auf Einladung der Biennale ihre Werke denen der ukrainischen Künstler gegenüber.

 

Weitere Informationen: www.biennale-worpswede.de

 

 

17.09. - 16.10.2016

RAW PHOTOFESTIVAL WORPSWEDE

om 17. September bis 16. Oktober feierte Worpswede, Deutschlands bekanntestes Künstlerdorf, erstmals das Medium „Zeitgenössische Fotografie“. In vier anspruchsvollen Ausstellungen wurden Fotografinnen und Fotografen aus Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln und Weimar präsentiert.

 

Worpsweder Fotokünstler zeigten zeitgleich ihre Arbeiten in der Ausstellungsreihe „Lokale Fotografie an lokalen Orten“. Darüber hinaus standen Outdoor-Ausstellungen in Worpswede sowie Workshops, Fachvorträge, eine Fotomesse, ein Foto-Flohmarkt sowie der Jugendfotowettbewerb „Ich und meine Welt“ und weitere Publikumsaktionen auf dem Programm.

 

RAW 16 - Renommierte Fotografen zu Gast auch in der Galerie Art99: Die Fotografen Sonja Och (Hamburg), Robin Hinsch (Hamburg), Christine Henke (Bremen) und Roland Wehking (Oldenburg) stellten ihre Arbeiten in der Galerie ART99 aus.

 

Sonja Och war mit ihrer Kamera auf dem Unabhängigkeitsplatz Maidan in Kiew, als im Februar 2014 die Proteste gegen das herrschende Staatssystem in der Ukraine eskalierten. In der Erklärung zu ihren Arbeiten heißt es: "Fragt man die Menschen auf dem Maidan, wofür sie kämpfen, antworten sie: "Menschenwürde ... alles andere können wir uns kaufen."

 

Die Bilder von Robin Hinsch beschäftigen sich mit dem Dilemma der Zerstörung durch die Terrorangriffe des IS in Kobane und portraitieren u.a. Menschen in ihrem "ehemaligen" Zuhause, einem Ort, der in längst überwundene Zeiten zurück versetzt wurde und in dem Zivilisation nur noch nach einem abstrakten Begriff klingt.

 

Unter dem Titel "Vertrautes Land" setzt sich Christine Henke in ihren Fotografien mit der Heimat ihrer Kindheit im Allgäu auseinander. Angesichts der schnellen Wahrnehmung von Veränderung der Welt im GPS-Zeitalter sagt sie dazu: "Die Suche und Rückgewinnung nach etwas Verlorenem und die Sehnsucht, diese Schönheit in den Händen zu (er-)halten, ist die Motivation diese Bilder zu machen..."

Mit "Menschenleer" beschäftigt sich Roland Wehking in seinen Fotografien, die sozusagen Nebenschauplätze abbilden. "Die Abwesenheit menschlicher Protagonisten in den Bildern verdeutlicht aber auch, wie wenig vom Ort selbst ohne menschliches Leben übrig bleibt."

 

Weitere Informationen:  www.raw-photofestival.de

 

25.06. - 12.09.2016

 

Impressionen von der Vernissage:

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TRANSFER - Wege des Austauschs

Malerei - Zeichnung - Holzschnitt - Digital Art - Fotografie - Collage - Skulptur

 

Die Welt wird immer kleiner, die Wege des Austauschs werden immer kürzer. Noch vor wenigen Jahrzehnten benötigte der weltweite Transfer von Waren und Informationen sehr viel mehr Zeit als heutzutage, und auch die Dimensionen haben sich vervielfacht. Waren einst Schiffe mit exotischer Fracht oft monatelang unterwegs, werden alle erdenklichen Güter heute im Internet bestellt und aus den entlegensten Winkeln innerhalb kurzer Zeit in die Welt geschickt. Immer schneller und gigantischer wird jede Art von informativem, materiellem und finanziellem Transfer rund um den Globus. Die Finanzmärkte reagieren weltweit in Sekundenschnelle aufeinander.


Aber trotz scheinbar grenzenlosen Austauschs, der Verbreitung und Übertragung auf vielen Gebieten, gibt es auch heute noch Räume, wo der althergebrachte Transfermodus in entschleunigter Art und Weise gepflegt wird. Ein Beispiel dafür sind die nach wie vor in bewährter Form stattfindenden Wochenmärkte, die Keimzelle des Warentransfers, wo es noch regional und bar zugeht.

 

In ihren Arbeiten zur Ausstellung greifen die Künstler Karin Bison-Unger, Bernhard Büsing, Barbara Heine-Vollberg, Erhard Kalina, Marina Krasnitskaya, Karl-Heinz Kühnke, Ingrid Steckelberg und Siegfried O. Stolle ganz unterschiedliche Aspekte des Themas auf. Die Interpretation und ihre Umsetzung reicht von der kritischen Betrachtung mit modernen Mitteln der Kunst wie Digital Art bis zur handwerklich-künstlerischen und teils abstrakten Auseinandersetzung in Druck- und Collagetechnik oder traditionell in Zeichnung und Malerei. Der Transfer der Idee ins künstlerische Medium wird sichtbar. Text: Barbara Heine-Vollberg

 

 

14.05. - 23.06.2016

 

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KARIN BISON-UNGER    Ansichten & Einsichten

Collage und Mixed Media

 

Vor gut 100 Jahren bestimmten mindestens drei Grundsatzüberlegungen die Entwicklung der Collage-Technik: Die Maler des Impressionismus’  erkannten schon Mitte des 19. Jahrhunderts, dass (1.) das Bild, das unsere Augen registrieren, nicht identisch ist mit dem, was wir tatsächlich sehen. (2.) Sigmund Freud stellte mit der Psychoanalyse fest, dass jeder Mensch seine eigene Realität erlebt  - es gibt keine allgemein definierbare Realität. Und Albert Einstein sagte (3.): Unser perspektivisches Bild vom Raum ist nur „eine Konstruktion, um sich zurechtzufinden“. Das, was wir Raum nennen, setzt sich aus unzähligen Einzelbildern zusammen, die wir nacheinander wahrnehmen, aber in unserem Gehirn zu einem simultanen Gebilde zusammenrechnen. Dieser Gedanke lässt sich heute am besten mit Hilfe der Digitalfotografie nachvollziehen.

 

Mit Schere und Klebstoff fing es einmal an. Und es brauchte nur wenige Jahre, um die Kunstwelt zu revolutionieren: Die Collage wurde durch Künstler wie Picasso oder Georges Braque das prägende Stilprinzip des frühen 20. Jahrhunderts, weil sie dem buchstäblich „zerrissenen“ Lebensgefühl der Moderne eine Form gab und die Kunst gleichzeitig so gründlich demokratisierte, wie vor ihr nur der Fotoapparat. Und mittlerweile sind Begriffe wie Sampling, Collage und Remix nicht nur in der Musik anzutreffen. Remixen ist prägende Kulturtechnik des frühen 21. Jahrhunderts.

 

Für die Designerin und Künstlerin Karin Bison-Unger bedeutet Remixen kreative Auseinandersetzung mit Materialien, Stilelementen, Worten und Gedankensplittern. Sie konfrontiert und arrangiert in ihren Arbeiten Gefundenes, Aufgenommenes, Bruchstücke, Zerrissenes und Verworfenes künstlerisch mit der Aquarell- und  Acrylmalerei ebenso wie mit neuen digitalen Medien. Aus der Zweidimensionalität schafft sie Dreidimensionales. Verwandlungen, Entfremdungen, neue Arrangements und Loslösungen aus bisherigem Kontext sowie der Fokus auf Details liefern einen Remix von Ansichten - und sie geben den Blick frei für neue Einsichten.

 

Die Konkurrenz durch ein wichtiges Bundesliga-Spiel von Werder Bremen war zwar groß. Doch der Einladung zur Vernissage der Ausstellung ANSICHTEN & EINSICHTEN von Karin Bison-Unger folgten am 14. Mai 2016 kunstbegeisterte Besucher, die unter anderem aus Hamburg und Hannover angereist waren.

 

02.04. - 12.05.2016

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SEHNSUCHT - HOFFNUNG - NEUANFANG

Malerei  -  Grafik  -  Skulptur

 

In Fortführung und Erweiterung der BBK-Ausstellung "Fluchten" präsentieren die Künstler der Galerie ART99 Karin Bison-Unger, Bernhard Büsing, Barbara Heine-Vollberg, Erhard Kalina, Marina Krasnitskaya, Karl-Heinz Kühnke, Ingrid Steckelberg und Siegfried O. Stolle Arbeiten zu einem vielschichtigen Thema.

 

SEHNSUCHT ... sie steht am Anfang, ihr entspringen Gedanken, die oft in Flucht oder Aufbruch münden. Vielleicht ist es das dramatische Streben nach einem Leben in Sicherheit, das stille Sehnen nach Liebe und Einklang mit der Seele. Wenn diese Sehnsucht immer größer wird, suchen die Menschen nach Wegen, sie Realität werden zu lassen. Wer den Mut hat, seiner Sehnsucht zu folgen, den führt die HOFFNUNG auf eine lange, manchmal gefährliche, reale oder virtuelle Reise. Und irgendwann gelingt es anzukommen, an einen ersehnten Ort oder in Lebensumständen, die Liebe, Heilung und Seelenfrieden versprechen. Und dann wagt man den nächsten Schritt: einen NEUANFANG. (Text: Barbara Heine-Vollberg)

 

Viele Besucher setzten sich am Tag der Vernissage und auch an den anderen Tagen in der Galerie ART99 mit den künstlerischen Positionen zu diesem Thema auseinander. Es gab anregende und oftmals berührende Gespräche, auch mit Besuchern der Flüchtlingsinitiativen aus der Region.

 

 

 

20.02. - 31.03.2016

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FLUCHTEN - Die BBK-Jahresausstellung 2016

Malerei - Fotografie - Digital Art - Installation - Skulptur

 

Seit ewigen Zeiten befindet sich der Mensch auf der Flucht. Irgendwo her, irgendwo hin.
Als  Fluchten oder Alignement (frz. für „Ausrichtung“, „schnurgerade Reihe“, „Bauflucht“) wird in der Vermessung das Ausrichten von Punkten entlang einer geraden Linie und das Einweisen in eine Gerade bezeichnet. Die Flucht ist hierbei die gerade Linie beziehungsweise die Anordnung in gerader Linie.

 

Der Begriff "Flucht" ist ambivalent. Er kann, wie aktuell durch dramatische Flüchtlingswellen aus Kriegs- und Krisengebieten dokumentiert, den Versuch meinen, Verfolgung, Vergewaltigung, Folter, Hunger und dem möglichen Tod zu entkommen. Diese Definition durchzieht die Geschichte seit jeher. In dem Fall  ist das "weg von" der Auslöser dafür, sich auf eine beschwerliche und gefährliche Reise mit ungewissem Ausgang zu machen. Er kann aber auch meinen, sich ohne tragische Notwendigkeit einfach aus dem alltäglichen Leben in eine andere Realität zu flüchten, heutzutage zum Beispiel in Cosplays oder in virtuelle Welten, um für kurze Zeit vermeintlich eine andere Identität zu leben. Dann ist das auslösende Moment das "hin zu".

 

Die Künstlerinnen und Künstler des BBK Worpswede folgen in neuen Arbeiten verschiedensten Fluchtwegen, geben der anonymen Masse der Flüchtlinge ein Gesicht und visualisieren ganz unterschiedliche Aspekte von Fluchten. Text: Barbara Heine-Vollberg

 

Die sehr gut besuchte Kunstausstellung wurde am 20.02.2016 durch Bürgermeister Stefan Schwenke und Erhard Kalina, 1. Vors. des BBK OHZ in Worpswede, eröffnet.

 

17.10.2015 - 18.02.2016

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PAARWEISE   Die Winterausstellung der Künstler der Galerie ART99

Malerei - Grafik - Digital Art - Skulptur

 

 

 

Paare … ein Wort, das unterschiedlichste Assoziationen aufkommen lässt. Es bezeichnet etwas, das zusammengehört und als Einheit wahrgenommen wird. Da ist das profane Paar Schuhe, oder es sind zwei Hände, die etwas umschließen oder das Paar in seiner schönsten und auch vielfältigsten Erscheinungsform - zwei Menschen, die zusammengehören, in welcher Konstellation auch immer.


Die Winterausstellung der Galerie ART99 nimmt sich dieses Themas an und erwartet die Besucher alleine, in der Gruppe oder paarweise.

 

Die ausstellenden Künstler:
Bernhard Büsing (Skulptur und Grafik), Karin Bison-Unger (Malerei und Digital Art), Barbara Heine-Vollberg (Malerei), Erhard Kalina (Malerei), Marina Krasnitskaya (Malerei), Karl-Heinz Kühnke (Malerei), Ingrid Steckelberg (Grafik und Digital Art), Siegfried O. Stolle (Malerei und Skulptur)

 

04.09. - 16.10.2015

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SIEGFRIED O. STOLLE    Ins Blickfeld gerückt

 

Malerei und Plastiken werden in einer kleinen facettenreichen Werkschau gezeigt und sollen subtile künstlerische Sichtweisen anschaulich machen.

In Anwesenheit von Bürgermeister Stefan Schwenke und zahlreichen Gästen wurde die Ausstellung am 04. September 2015 in der Galerie ART99 eröffnet.

 

„Wenn Siegfried O. Stolle „Ein Fest der Farben“ feiert und „Wundersame Blüten“ wachsen und mit seinen Torsi große Emotionen spüren lässt, dann möchte der Künstler seine subtilen Sichtweisen auf die Natur und den Menschen anschaulich machen.“ - so beschreibt Donata Holz von der Wümme-Zeitung die aktuelle Ausstellung in der Galerie ART99.

 

Den mit großer Gestik und leuchtenden Farben entstandenen Malereien werden Plastiken, häufig weibliche Torsi aus Ton oder Bronze, gegenüber gestellt, deren Oberflächen von glatt bis rauh und aufgebrochen reichen.

 

Die Ausstellung besticht durch ihre Dynamik, Intensivität und Impulsivität.

 

 

25.07. - 03.09.2015

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KARL-HEINZ KÜHNKE    Die Weser - Facetten eines Flusses

Ölbilder

 

„Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihre Namen büßen müssen, und hier entsteht durch diesen Kuss, deutsch bis zum Meer, der Weserfluss.“    (1899, Inschrift Alter Weserstein bei Hannoversch Münden)

 

Im Zusammenfluss von Werra und Fulda entsteht bei Hannoversch-Münden die Weser. Durch zahlreiche Krümmungen und Windungen fließt sie entlang der mitteldeutschen Berglandschaft, durchbricht diese an der Porta Westfalica, ergießt sich in die norddeutsche Tiefebene, um sich schließlich mit der Nordsee zu vereinen.

 

Von Menschenhand zur Kulturlandschaft geformt, entsteht in Jahrhunderten eine Vielfalt aus Bildern: Brücken, Industriewerke, Häfen, Deiche und Uferbefestigungen prägen das heutige Bild der gebändigten Natur. Aus der Bedrohung wurde der Fluss für den Menschen immer mehr zum Nutzen und stellt nur noch selten eine Gefahr dar. Er wurde zur Lebensader.

 

Die Ölbilder von Karl-Heinz Kühnke beschäftigen sich mit diesem Thema. Sie sind überwiegend plein-air vor der Natur gemalt und zeigen das Zusammenwirken von Mensch und Natur zwischen Romantik und Realismus.

 

Die einführenden Worte fand Prof. Gottfried Zantke und der musikalische Rahmen wurde durch Petra Ahmels (Querflöte) und Birol Sertkük (Guitarre) gestaltet.

 

13.06. - 23.07.2015

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INGRID STECKELBERG   Metamorphosen - Die Dritte

Fotografie - Grafik - Digital Art

 

 

 

„Nichts verharrt in ewiger Ordnung“, so ist es auf der Stirnwand in der Galerie ART99 zu lesen. Die Künstlerin Ingrid Steckelberg sagt zu ihrer neuesten Ausstellung zum Thema Gestaltwechsel und Veränderung: Natur unterliegt Wandlungen - Geologie, Musik ebenso. In der Mythologie ist es der Gestaltenwechsel oder die Verwandlung einer Gottheit, eines mythischen Wesens oder eines Menschen. Und in der Kunst fordern Veränderungen und Verwandlungen zu neuer Sichtweise heraus, denn nichts verharrt in ewiger Ordnung.

 

Grundlagen aller Arbeiten von Ingrid Steckelberg sind Fotografien aus kurzer Distanz, wodurch sich eine Reduktion auf das Wesentliche bis hin zur Abstraktion ergibt. Des Weiteren fließen Malerei und Computergrafik in die Bilder ein, ein Zusammenspiel unterschiedlicher Techniken zur Unterstützung der Gesamtidee des Bildes. Das Mittel für den Gestaltungswandel ist die Fantasie und zeigt, dass das Leben aus sich immer verändernden Zuständen besteht.  

 

 

01.05. - 11.06.2015

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ERHARD KALINA    Wandlungen im Innen und Außen

Aquarelle und Arbeiten in Mischtechnik

 

 

Erhard Kalina vergegenwärtigt in seinen neuen Arbeiten die Beziehung der Außenwelt zum Inneren des Betrachters.

 

Landschaften, Bäume oder auch die Musik und der Tanz - zum Teil abstrakt dargestellt und somit ein gewandeltes Außen - werden zweifach wahrgenommen. Zum einen einfach als Kunstwerke über den Blick darauf, zum zweiten wandelt sich dieser Blick dann aber in Emotionen und individuelle Erinnerungen und Bilder im Inneren jedes einzelnen Betrachters, der die Werke einmal mehr, einmal weniger bewusst oder unbewusst, zu sich selbst in Beziehung setzt.

 

Der Blick auf Natur und Mensch, den diese Arbeiten vermitteln, ist sowohl beim Künstler als auch beim Kunstbetrachter einzigartig. Text: Barbara Heine-Vollberg

 

21.03. - 29.04.2015

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BERNHARD BÜSING    Narciss

Ölbilder - Aquarelle - Radierungen - Plastiken - Holzschnitte

 

Das Verhängnis der Selbstverliebtheit - Bernhard Büsing nimmt sich in seiner Einzelausstellung der Geschichte des Jünglings Narciss an. Er, der schöne Sohn des Flussgottes Kephissos und der Wassernymphe Leiriope verliebt sich in sein Spiegelbild. Narciss wird in eine Narzisse verwandelt. Ihm wurde von einem Seher nur dann ein langes Leben voraus gesagt, wenn er sich nicht selbst erkennen würde. Von vielen Menschen wurde der Schöne umworben, war aber von trotzigem Stolz auf seine eigene Schönheit erfüllt und wies all seine Verehrer und Verehrerinnen zurück. Diese Kränkung widerfuhr auch der Bergnymphe Echo. Sie strafte Narciss mit unstillbarer Selbstliebe: Als er sich in der unberührten Natur bei einer Wasserquelle niederließ, verliebte er sich in sein eigenes Spiegelbild. Er erkennt nicht, dass es sein eigenes ist, will sich mit diesem Spiegelbild vereinigen und ertrinkt. n den Metamorphosen des römischen Dichters Ovid wird ihm also sein Spiegelbild in einer Quelle zum Verhängnis. Dort, wo er starb, erblühte eine Narzisse.

 

Die griechische Mythologie mit ihren Gleichnissen hat Bernhard Büsing bereits mehrfach zum Anlass seiner Einzelausstellungen genommen. Dieses Mal widmet er sich der Geschichte des Narciss und damit der Tragik der Selbstverliebtheit. Zahlreiche Radierungen, Holzschnitte, Aquarelle, Ölbilder und Plastiken sind zum Thema entstanden. Am Sonntag, 29.03. und am 19.04.2015 führt Bernhard Büsing Besucher jeweils um 15 Uhr mit Gedichtvorträgen zu Narciss durch seine Ausstellung.

 

 

07.02. - 19.03.2015

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VERKÖRPERUNG   Gemeinschaftsausstellung zum Jahresauftakt 2015

Malerei, Grafik, Collage, DigitalArt, Fotografie, Skulptur, Objekt

 

Gedanken... Phantasien... Dogmen... Weltanschauungen... alles Geistig-Abstrakte erhält durch die Verkörperung in einem Medium Zugang zur Kommunikation mit der Außenwelt. Verkörperung kann über die Identifikation mit einer Person, zum Beispiel auf der politischen Ebene oder auch durch einen Schauspieler gelingen, der ein literarisches Werk verkörpert und ihm Gestalt verleiht. Verkörperung kann mit einem Symbol, wie zum Beispiel dem Kreuz im Christentum oder Mariendarstellungen als Inbegriff des Guten oder in bildlicher und skulpturaler Darstellung vielfältigster Ideen in der Kunst umgesetzt werden. Spirituelle Existenz wird zu physischer Realität.

 

Verkörperungen, in welcher Form auch immer, liefern den Beweis für die Existenz von Gedanken. In ihrer neuen Ausstellung haben sich die Künstler der Galerie Art99, Karin Bison-Unger, Bernhard Büsing, Barbara Heine Vollberg, Erhard Kalina, Karl-Heinz Kühnke, Marina Krasnitskaya, Ingrid Steckelberg und Siegfried O. Stolle, des Themas Verkörperungen an sich und der Verkörperung ihrer Visionen angenommen, um sie für den Betrachter erfahrbar zu machen.     Text: B. Heine-Vollberg

 

Am 07. Februar 2015 wurde die Ausstellung mit der Vernissage eröffnet.

 

15.01.2015

INGRID STECKELBERG gewinnt den Kulturpreis 2014 der Volksbank OHZ

Die Laudatorin Gabi Tausendpfund hatte es spannend gemacht. Doch schließlich stand es fest: Die Siegerin des Kulturpreises der Volksbank Osterholz ist Ingrid Steckelberg. Auf Gut Sandbeck in Osterholz-Scharmbeck wurde am Donnerstag 15.01.2015 in feierlichem Rahmen die Preisverleihung vorgenommen. Der Kulturpreis stand dieses Mal unter dem Thema „Bewegung“. Ingrid Steckelberg siegte mit der Darstellung eines Eisberges, deren kreative Entstehung der Jury offenbar Rätsel aufgegeben hatte. „Vieles bleibt unerklärlich. Das weckt Interesse und Neugier.“, so die Laudatorin.

 

Der zweite Preis ging an Lothar Brix, der wie Ingrid Steckelberg auch, Mitglied im BBK OHZ ist. Aus der Galerie ART99 nahm weiterhin Karin Bison-Unger am Kulturpreis teil. Die Arbeiten, zusammen mit 43 weiteren ausgesuchten Werken von beteiligten Künstlern aus den Landkreisen Osterholz und Bremervörde, sind bis zum 01. Februar 2015 in der Galerie des Kunstvereins auf Gut Sandbeck ausgestellt. (Auf dem Foto:  Jan Mackenberg VB OHZ und Ingrid Steckelberg)

 

18.10.2014 - 08.01.2015

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WINTERZEIT - KÜNSTLERLEID !?    Die Winterausstellung 2014/2015

Der Winter war in der Vergangenheit für Künstler häufig eine Zeit noch größerer Entbehrungen als ohnehin schon. Ungeheizte Ateliers, so überhaupt vorhanden, machten das Malen im Winter sehr schwer. Ein Arbeiten "en plein air" war naturgemäß buchstäblich auf Eis gelegt. Hinzu kamen schwierige Lichtverhältnisse und mangelnde Beleuchtung. Im Winter ausbleibende Atelier- und Galeriebesucher und somit potenzielle Käufer taten ein Übriges. Das oft als besonders romantisch verklärte Bohemien-Leben eines Künstlers, der im heimeligen Kerzenschein am bullernden Kanonenofen sitzt und schreibt oder malt, gehört ins Reich der Fabel. Es war ein entbehrungsreiches Leben, das nicht jeder Künstler, der kompromisslos seine kreative Leidenschaft lebte, unbeschadet überstanden hat.

 

Zwar haben sich heutzutage die technischen und in gewissem Maße auch die sozialen Möglichkeiten stark verändert. Es ist heute zum Beispiel möglich, Ateliers mit Tageslichtanlagen auszurüsten und das soziale Netz fängt oft die größte Not auf. Dennoch hat sich im Grunde für Kunstschaffende wenig verändert, denn all die wunderbaren technischen Errungenschaften, die ein unbeschwertes Arbeiten auch in der dunklen, kalten Winterzeit ermöglichen, sind für viele Künstler schlichtweg unerschwinglich, ganz abgesehen davon, dass ein eigenes Atelier längst nicht allgemeiner Standard ist. Für viele Künstler ist diese Zeit selbst im 21. Jahrhundert eine Durststrecke, die es noch schwerer macht, den täglichen Lebensunterhalt zu erzielen oder gar fürs Alter vorzusorgen. Kunst zu erschaffen war und ist ein hartes Brot und die Wintermonate sind nach wie vor für einen Künstler nicht nur wortwörtlich eine eher dunkle Zeit.

 

Mit der Ausstellung WINTERZEIT - KÜNSTLERLEID möchten wir, die Künstler der Galerie ART99, der reduzierten Kunstwahrnehmung in den Wintermonaten entgegenwirken und Ihr Gemüt als geneigten Besucher auf- und erhellen. Besuchen Sie unsere Ausstellung und tragen Sie dazu bei, dass sich der Dialog mit Ihnen, dem kunstinteressierten Besucher, auch zu dieser Jahreszeit fortsetzt. Die Vernissage fand am 18.10.2014 statt. Text: Barbara Heine-Vollberg

 

30.08. - 16.10.2014

 

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Plakat zur Ausstellung © karibudesign.de

ZEITGLEICH - ZEITZEICHEN   Die BBK-Jahresausstellung 2014

Mit dem bundesweiten Ausstellungsprojekt Zeitgleich-Zeitzeichen ermöglicht der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) nun zum sechsten Mal in mehr als 60 Ausstellungen einen spannenden Überblick über zeitgenössische Bildende Kunst in Deutschland.

 

Dank der erneuten Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, machen mehr als 650 Künstlerinnen und Künstler sichtbar, was kulturelle Vielfalt im Bereich Bildende Kunst bedeuten kann: Da ist nicht nur eine enorme Bandbreite an künstlerischen Techniken von der klassischen Malerei über dreidimensionales Arbeiten bis hin zur Kunst mit neuen Medien vertreten. Erkennbar wird auch die vielschichtige Auseinandersetzung mit gesellschafts- und kulturpolitischen Themen, nicht zuletzt auch mit den Rahmenbedingungen für künstlerische Arbeit.

 

In dem Katalog, der zum Ausstellungsprojekt erscheinen wird, präsentiert der BBK eine Anzahl an Werken aus allen Ausstellungsorten. Darüber hinaus sind auf der Internetseite des BBK (www.bbk-bundesverband.de) sämtliche Künstlerinnen und Künstler mit je einem Werk, ihrer Biografie und Kontaktdaten vertreten.

 

zeitzeichen worpswede 30.08. bis 16.10.2014  
Seit 125 Jahren werden Künstler in Worpswede inspiriert vom Wechsel der Jahreszeiten und der weiten Landschaft, doch die Unberührtheit, die die „Alten Worpsweder“ noch vorfanden, existiert nicht mehr. Die veränderte Natur, das eigene Leben und neue künstlerische Techniken prägen das zeitgenössische Kunstschaffen in der Künstlerkolonie.

 

Die aktuelle Ausstellung der Galerie ART99 zeigt, dass die Kunst in Worpswede in stetem Wandel ist und kontinuierlich Neues hinzugefügt wird. Vergangenheit und Gegenwart setzen hier zeitgleich Zeitzeichen. Die ausstellenden Künstler sind: Karin Bison-Unger, Bernhard Büsing, Barbara Heine-Vollberg, Erhard Kalina, Marina Krasnitskaya, Karl-Heinz Kühnke, Ingrid Steckelberg und Siegfried O. Stolle. Am 30.08. 2014 wurde die Ausstellung mit der Vernissage eröffnet.

 

05.07. - 28.08.2014

 

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WORPSWEDE NONSTOP.LAND.SCHAFFT. DIE LEBENDEN UND DIE UNTOTEN

Malerei, Grafik, Collage, DigitalArt, Skulptur, Objekt

 

Im Rahmen der Sonderausstellungen Worpswede nonstop.Land.schafft. zeigt die Künstlergruppe der Galerie ART99 eine bemerkenswerte Ausstellung zu 125 Jahren lebendiger Gegenwart im Künstlerdorf Worpswede. Wieder einmal zog die Vernissage am 05.07.2014 viele Besucher an. In Anwesenheit von Landrat Bernd Lütjen, Bürgermeister Stefan Schwenke, Ortsvorsteher Willi Seidel, der Kulturbeauftragten Klaudia Krohn, Dr. Birgit Nachtwey und vielen weiteren Gästen eröffnete Erhard Kalina die aktuelle Kunstausstellung, die bis zum 28. August im Kunstcentrum Alte Molkerei gezeigt wird.

 

„Hier reitet der Teufel …“ - endlose Blicke bis zum Horizont, weite Himmel, braun-grüne Landschaft, düstere Geschichten – das ist das Teufelsmoor vor den Toren von Bremen. Hier assoziiert man nicht selten das Fehlen von Farbe und Leben. Zwischen Birken und schwimmenden Grasinseln gehen in der Fantasie allenfalls Moorgeister und Wiedergänger um – ein Ort der Legenden. Es gibt allerdings dort auch seit nunmehr 125 Jahren einen Ort, der die Farben zu seinem Lebenselixier gemacht hat – die berühmte Künstlerkolonie Worpswede.

 

Hier haben sich im vergangenen eineinviertel Jahrhundert, wie im Moor, Sedimentschichten vergangenen Kunstschaffens abgelagert, und auf der obersten Schicht sprießt unermüdlich neues Leben und neue Kunst. Wie weiße Wollgrasblüten das Moor, beleben zahlreiche zeitgenössische Künstler den Ort. Sie lassen sich von der Weite der Landschaft und des Himmels und vom ganz besonderen Licht inspirieren, so wie es schon die Künstler der Gründergeneration taten. Allerdings machen eben diese 124 Schichten vergangener Worpsweder Kunst der lebendigen Oberfläche aktuellen Kunstschaffens das Leben auch recht schwer. Denn die sogenannten „Alten Worpsweder“ geistern wie Untote durch die Worpsweder Kunstszene, sie sind allgegenwärtig und beanspruchen die Aufmerksamkeit. Die zeitgenössischen Künstler laufen ständig Gefahr, im Moor der kunsthistorischen Vergangenheitsglorifizierung zu versinken und ringen nicht selten nach Luft.

 

Und so ist es ein zwiespältiges Verhältnis zwischen alter und neuer Worpsweder Kunst. Ohne die Alten gäbe es diesen inspirierenden Ort der Kunst nicht, aber mit bzw. neben ihnen hier heute künstlerisch erfolgreich zu bestehen, ist schwierig. Trotzdem sprießt aus der obersten 125. Schicht immer wieder erfolgreich zeitgenössische Worpsweder Kunst. So auch in der Galerie ART99, deren Künstler sich aus Anlass ihres eigenen 15-jährigen Bestehens mit der Landschaft, dem Licht, mit Leuten, mit dem Gestern und dem Heute beschäftigt und künstlerisch umgesetzt haben.

YouTube:  http://youtu.be/DRd5zXUVx4A

 

Die ausstellenden Künstler sind: Bernhard Büsing, Karin Bison-Unger, Barbara Heine-Vollberg, Erhard Kalina, Karl-Heinz Kühnke, Ingrid Steckelberg und Siegfried O. Stolle.

 

 

03.05.-03.07.2014

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LAND.SCHAFFT.  HALTESTELLE KUNST

HALTESTELLE KUNST.  Galerie auf Zeit Bremerhaven

Seit 125 Jahren machen Künstler in Worpswede halt. Wie schon für die „Alten Worpsweder“ ist es auch heute noch ein Sehnsuchtsort für zahlreiche Kunstschaffende, die das kleine Dorf im Teufelsmoor auch im dritten Jahrtausend zu einer weltweit bekannten, lebendigen Künstlerkolonie machen.

 

Besucher steigen ebenfalls gerne hier aus, um in der Verbindung von Landschaft und Kunst eine Pause von der Hektik des Alltags einzulegen und sich durch die kreative Vielfalt des Ortes erweiterte Blicke auf Vergangenheit und Gegenwart zu eröffnen. So zum Beispiel an der „Haltestelle Kunst“ am Kunstcentrum Alte Molkerei, wo die Galerie ART99 Arbeiten zeitgenössischer Künstler des BBK in einer Gemeinschaftsausstellung zum Jubiläumsjahr „125 Jahre Künstlerkolonie Worpswede“ zeigt.

 

Die Künstler der Galerie ART99 steigen nun ihrerseits mit drei weiteren Kollegen an eben dieser „Haltestelle Kunst“ für einen Ausflug ein, um vom 26.04. bis 25.05.2014 aktuelle Arbeiten in der „Galerie auf Zeit“ in Bremerhaven-Geestemünde zu präsentieren. In dieser temporären Außenstelle Kunst geben sie einen Einblick in die Vielfalt zeitgenössischen Kunstschaffens in Worpswede, 125 Jahre nach Gründung der Künstlerkolonie, sozusagen 125 Jahre Gegenwart.

 

Die Ausstellung umfasst Arbeiten von Karin Bison-Unger, Barbara Heine-Vollberg, Erhard Kalina, Marina Krasnitskaya, Karl-Heinz Kühnke, Hans-Jürgen Lange, Vladimiro Miszak, Clemens Niewöhner, Ingrid Steckelberg und Siegfried O. Stolle.

 

08.03. - 27.04.2014

 

Impressionen von der Vernissage:

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ERHARD KALINA   Versöhnender Schmerz

Erinnerungen an den Exodus der Ostpreußen in Werken von Erhard Kalina

 

Geschichte ist nicht ungeschehen zu machen. Bis heute wird das Erinnern oft überlagert von der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs, den grausamen Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands gerade in den östlichen Kriegsgebieten ebenso, wie den Schrecken von Flucht und Vertreibung, denen die deutschen Bewohner der ehemaligen Ostgebiete ausgesetzt waren.

 

Nachfolgende Generationen jedoch können ihre Verwerfungen als Mahnung erachten und Brüche zu heilen versuchen. Fast 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und gut 20 Jahre nach Überwindung des „Eisernen Vorhangs“ dient ein Erinnern an schreckliche, nichtsdestoweniger aber gemeinsame Erfahrungen nicht mehr der Spaltung und Verletzung, sondern dem Verarbeiten und Versöhnen zum Aufbau guter nachbarschaftlicher Beziehungen in einem friedlichen Europa. Diesen Anspruch aufgreifend hat sich Erhard Kalina in Abstimmung mit dem Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, zu einem Gemeinschaftsprojekt entschlossen und als Nachkriegsgeborener versucht, die Szenen von Leid, Angst und Sehnsucht in persönlicher Umsetzung wiederzugeben.

 

Der Künstler Erhard Kalina stellte sich diesem Thema vor dem Hintergrund von Erzählungen und Erfahrungen seiner Familie. Der erfahrene Schmerz führt dabei zu Gedanken der Versöhnung der einst gegnerischen Völker. Die bereits im Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg gezeigte Ausstellung, die mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurde, wird nun in der Galerie „Art 99“ Worpswede, präsentiert. Weiter zeigt Erhard Kalina neue Landschaften, führend in die Gegenwart.

 

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© Galerie ART99 Worpswede